Was bedeutet EDV?

Eigentlich spricht man heute nicht mehr von EDV – das ist ein Relikt aus meinen ersten Unterrichtsjahren. Aktuell bezeichnet man das Fachgebiet als Informatik bzw. als Informations-Technologie oder kurz IT. Trotzdem möchte ich den Titel so lassen und die Frage Wort für Wort beantworten:

Was bedeutet Elektronische – Daten – Verarbeitung?

Daten

Daten sind allgemein Zeichen (Ziffern, Buchstaben, …), Zahlen, Worte, Texte, oder Symbole, die in einem bestimmten Zusammenhang eine Bedeutung haben und damit eine Information darstellen wie z.B: Namen, Telefonnummer, Motorleistung, Typenbezeichnung, Geburtsdatum, wissenschaftliche Daten, …

Man spricht daher auch von Informationstechnologie, wobei das Zusammenspiel von Verarbeitung dieser Information und Informationstransport (Kommunikationstechnologie)
immer wichtiger wird. Die Wissenschaft, die sich mit der Datenverarbeitung auseinandersetzt
heißt INFORMATIK – zusammengesetzt aus den Worten INFORMATION und AUTOMATIK.

Verarbeitung

Zur Verarbeitung gehören Tätigkeiten wie zählen, auswählen, sortieren, archivieren, Berechnungen anstellen, statistische Auswertungen, … Das sind oft monotone Tätigkeiten! Das Grundprinzip der Verarbeitung soll an folgendem einfachen Beispiel erläutert werden:

Es soll eine alphabetisch sortierte Liste der Namen von Naturwissenschaftlern erstellt werden:

EIngabe - Verarbeitung - Ausgabe

Jeder Vorgang besteht aus der Folge Eingabe – Verarbeitung – Ausgabe (EVA-Prinzip) bzw. Input – Processing – Output.

Eingabe Verarbeitung Ausgabe
Anweisung:
alphabetisch sortieren
Vorgang des Sortierens und Aufbereitens Ergebnis:
alphabetisch geordnete Liste
Daten:
Namen der Naturwissenschaftler

Hinweise:

  • Für die Verarbeitung benötigt man zumindest ein paar grundsätzliche Fähigkeiten für logische, mathematische und organisatorische Aufgaben sowie Zwischenspeicher (um sich einzelne Namen zu merken).
  • Je weniger komplexe Fähigkeiten durch die Verarbeitungseinheit zur Verfügung stehen, desto detaillierter müssen die Anweisungen sein. Zum Beispiel: Kann die Verarbeitungseinheit lesen? Oder muss erst erklärt werden, was „alphabetisch“ bedeutet?
  • Das Aufbereiten des Ergebnisses kann schriftlich, mündlich oder in einer anderen geeigneten Form (z.B. als Grafik) erfolgen und sollte zweckmäßig sein.

Probleme:

  • es fallen sehr viele Daten an:
    Volkszählung, Lagerhaltung, Buchhaltung, Verwaltung, Multimedia…
  • es sind umfangreiche, aufwändige Berechnungen durchzuführen:
    Vermessungen, wissenschaftlicher Bereich, Forschung, Konstruktion (CAD), Mathematik, Raumfahrt, …

Schon sehr früh hat man daher versucht, Hilfsmittel für die Verarbeitung von Daten und zur Vereinfachung von Berechnungen zu erfinden. Heute ist dieses Hilfsmittel der Computer (Rechner).

In der EDV wird das EVA-Prinzip grundsätzlich beibehalten:

EIngabe - Verarbeitung - Ausgabe

Jede Eingabe in den Computer erzeugt eine Ausgabe (Reaktion), die für den Benutzer wiederum eine Eingabe darstellt. Der Benutzer verarbeitet diese Eingabe und produziert seinerseits eine Ausgabe, indem er beispielsweise eine Taste drückt und damit für den Computer eine Eingabe erzeugt, usw.

Unterschiede zur Arbeitsweise des Menschen: Der Computer ist für monotone bzw. langwierige Arbeiten gut geeignet, denn er hat

  • keine Gefühle, keine Ermüdungserscheinungen, begrenzt selbständiges Kombinieren, kein Denken,

Elektronisch

Damit Daten automatisch verarbeitet werden können, müssen sie in eine für das Hilfsmittel (den Rechner bzw. die Maschine) les- und verarbeitbare Form gebracht werden:

Codieren: Übersetzung der Daten für die Verarbeitung

Code: Übersetzungsvorschrift in Form einer Tabelle oder Regel

Daten speichern/sichern: in codierter Form sicher für die Bearbeitung zur Verfügung stellen.

Im Computer werden die Daten hauptsächlich in Form von elektrischen Signalen verarbeitet. Zur Datenspeicherung werden auch magnetische und optische Verfahren verwendet.

Siehe auch Codierung von Daten

Zum Abschluss ein Learning-Snack zum Thema